Der Blick über den Tellerrand (Brenner, Salurner Klause und dergleichen) hinaus bis weit über den großen Teich… eine Karikatur erschienen in 3 quarks daily (renommierter US-amerikanischer Blog). Zum Anschauen und Weiterlesen für alle, die über Lust (und entsprechende Sprachkenntnisse) verfügen.
Archiv für Juli 2010
Relikt
Montag, 12. Juli 2010DSCHEZZI – du bisch’s
Montag, 12. Juli 2010


Selber schuld wer sie noch nicht kennt, die Band aus dem Pustertal mit beschwingt anspruchsvollem Sound und tiefgehenden Texten in pusterer Mundart. Letzte Woche präsentierten sie (endlich) ihr Debütalbum und sind auf Tour.
Mi 14.07. Innsbruck – PMK
Do 15.07. Brixen, Traubenwirt und Time Out
Fr 16.07. Meran, (un)defined festival – Francesco Rossi Kaserne
So 18.07. Berlin, Mauerpark
Do 22.07. Helsinki, Bar Duvrovnik
Sa 24.07. Tampere, Bar Laterna
Dschezzi existiert seit April 2004. Hartmann Campidell, Elmar Sartori, Sieg-
hard Niederkofler und Markus Schwärzer und seit Sommer 2008 Iiro Virtanen
(Bass) produzieren von Anfang an eigene Songs, die Texte werden in Pustertaler
Mundart geschrieben, der musikalische Stil ist sehr abwechslungsreich, viele
Einflüsse werden eingearbeitet, so könnte man den Stil der Band gut und gerne
als „Art-Rock“ bezeichnen.
Im Februar 2010 wurden die Arbeiten zum Debutalbum abgeschlossen, die
über das ganze Jahr 2009 liefen. Die Texte sind inhaltlich tendenziell hinterfra-
gend, um nicht von sozialkritisch sprechen zu müssen. Es geht um Jugend und
Menschwerden, möglichst täglich. Markus Schwärzer bedient sich einer sehr
bildhaften Sprache, führt die für den Dialekt typischen Metaphern teilweise ins
Absurde, zeigt oft die Widersprüchlichkeit der dialektalen Sprachfiguren auf.
Liedtext:
Schtion und schaugn
schtesch ban rond noa hosch an schtrich,
tonz dribo, schpiorsch’e dasse bisch,
loss dir die zeit, schaug un wie’s isch,
noa tonz ödo bleib schtion in mischt, (weiterlesen…)
mobil
Freitag, 09. Juli 2010Alles noch legal?
Die Mühlen der Demokratie mahlen so manchem zu langsam. Ist der Zweck gut, so heiligt er in Folge seine Mittel und legitimiert in diesem Falle den von unbändigem Tatendrang beseelten, stets hemdsärmeligen Landesrat.
Alles gut?! Der Macher lässt machen, delegiert in großem Stile bis weit über seine Unterschrift hinaus.
Das Ende ist ja so schlecht nicht: solide Errungenschaften im öffentlichen Verkehrswesen, spür- und erfahrbar sobald man im Verkehrssystem Marke Eigenbau unterwegs ist.
Dennoch, die Geschichte bewegt sich wie viele andere ähnliche in einem gefährlichen Grenzbereich. Eben in jener Nebelzone in der glasklar notwendige demokratische Entscheidungsprozesse und lästiger bürokratischer Wildwuchs sortiert werden müssen.
Bis weit über eine Unterschrift hinaus.
Grundsteinlegung
Freitag, 02. Juli 2010
Müllkreislauf oder Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet der ausgewählte Standplatz für die neue Müllverbrennungsanlage verseucht ist und aufwändig entsorgt werden muss?
Wie dem auch sei, mit der modernen Anlage soll alles besser werden. Das Müllproblem wird entsorgt, für die eine Weile zumindest. Die Anlagen sind aber auch längst heftigst umstritten und man ist sich indes einig, dass sie bestenfalls eine mittelfristige Lösung darstellen.
Die Frage stellt sich, ob hier eine bereits in Ansätzen archivierte Lösung angestrebt und verwirklicht wird. (weiterlesen…)




