das Projekt in seinen Details
Die Projektidee ist vielleicht ein Jahr alt. Stammt also aus dem Jahr 2009.
Das Projekt steht und bewegt sich auf drei Säulen.
1. eine Karikaturenserie
mit dem Ziel einer satirischen Bestandsaufnahme, die in die Zukunft projeziert ist.
Der „rote Faden“ ist das südtiroler Alltagsgeschehen aufgezeichnet im Zeitraum von Frühjahr 2010 bis Frühjahr 2011.Aufgezeichnet in etwa 50 Karikaturen (eine pro Woche), die chronologisch aneinandergereiht schräge Einblicke in das südtiroler Selbstverständnis gewähren.
Den weitergesteckten inhaltlichen Rahmen bilden das politische und kulturelle Geschehen, sowie soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen.
2. ein Karikaturen-Portal im Internet mit Beiträgen aus der kulturellen Szene
Ein eigens angelegtes Portal wird laufend wöchentlich mit der angefertigten Karikatur bestückt und veröffentlicht.
Die Karikaturen werden mit Beiträgen zum Thema (in Form von Texten, Liedern, Filmbeiträgen, Fotografien ….) von ausgewählten Personen flankiert. Es handelt sich um Autoren, Theaterleute, Kunstschaffende, Musiker; kurz Personen, die im kulturellen Umfeld aktiv sind. Ev. mit eingebunden werden Beiträge von renommierten Fachleuten aus verschiedenen Sparten (Historiker, Soziologen, Philosophen, Wirtschaftswissen-schaftler…)
Besonders für Jugendliche, angehende und „noch unverdorbene“ Akteure ist Platz reserviert. Auch weil sie diejenigen sind, die unsere Zukunft gestalten werden, gestützt auf die erfahrene Sichtweise Älterer.
Angedacht ist eine Art Diskussionsforum im Internet, die Leser können ihre Sichtweise in Kommentaren kundtun und untereinander austauschen, mit dem Ziel aktuelle südtirolrelevante Themen einer diversifizierten Auseinandersetzung zu zuführen.
Das Projekt bildet den Humus für eine breitgefächerte und tiefergehende Diskussion, die zunächst im Internet geführt wird aber sicher auch Echo in den verschiedenenen lokalen Medien finden wird.
3. eine Wanderausstellung der Karikaturen
Die Karikaturen sind in einer Wanderausstellung in Südtirol zu sehen und somit der breiten Öffentlichkeit zugänglich. (Siehe eigene Seite zur Ausstellung)
der Hintergrund
Das Jahr 2009 war das Jahr der ausgiebigen Rückschau auf unsere Wurzeln.
Seit 2010 finden wir uns langsam wieder in der Gegenwart ein. Notgedrungen, denn Südtirol bewegt sich wie der Rest der Welt auch, im Sog rasanter globaler Entwicklungen und in den nächsten Jahren werden auch hier wie andernorts wichtige Weichen in die Zukunft gelegt.
Sind wir uns dessen bewusst? Es heißt, dass das südtiroler Selbstverständnis immer noch von viel „Nabelschau“ geprägt ist, wir verstehen uns gerne als abgekapselte Minderheit, die um das Überleben kämpft. Andererseits hat Südtirol innerhalb von wenigen Jahrzehnten einen hohen Lebensstandard erzielt, es geht uns gut, Vollbeschäftigung und Eigenwohnheim allenthalben. Genügt es, wenn wir in Gemütlichkeit dicht machen und die stürmischen Veränderungen rund um uns einfach aussitzen?
Das mag ein Kern jener provokanten Fragestellungen sein, die uns beschäftigen sollten.


